
Forschungsschwerpunkt 3: Marine Ökosysteme
im Wandel - externer Antrieb und interner Wandel
Für die Laufzeit des IOW-Forschungsprogrammes wurde die Beantwortung zweier Kernfragen als Ziel der Arbeiten beschrieben:
- Inwieweit können empirisch belegte Veränderungen im Ökosystem Klimaschwankungen und/oder menschlichen Aktivitäten zugeordnet werden?
- Welche Veränderungen lassen sich auf welchen Zeitskalen auf der Basis des heutigen Verständnisses progostizieren?
Die zur Beantwortung dieser Fragen durchgeführten Projekte lassen sich in drei Kategorien einordnen:
- Küstenänderungen auf langen Zeitskalen (Identifikation langfristiger natürlicher Trends vs. Störung durch anthropogene Eingriffe; Quantifizierung von morphodynamischen Küstenbildungsprozessen; Szenarienbildung unter Hinzuziehung prognostischer Klimamodelle)
- Veränderungen der biogeochemischen Stoffkreisläufe (Rekonstruktion der ökologischen "Zustände" der Ostsee während klimatischer Extreme; Bildung und Modifikation von proxies in der Wassersäule und während der Frühdiagenese im Sediment; Transport und Modifikation von Schadstoffen; Rekonstruktion von Schadstoffeinträgen)
- Variabilität der Artengemeinschaften (Untersuchungen zur Abhängigkeit der Dynamik der einzelnen Lebensstadien der wichtigsten Zooplankter von physikalischen Parametern und Prozessen; Ursachen der Veränderungen der Phytoplanktonzusammensetzung bei der Frühjahrsblüte; Erfassung von Faktoren, die Einfluss auf die Diversität benthischer Organismen haben)
Zu den Projekten des Schwerpunktes "Langfristige Veränderungen - externer Einfluss und interner Wandel" >>