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Phytoplanktonsukzession und Produktion

Das Phytoplankton bildet als wesentlicher Primärproduzent die Basis der Nahrungspyramide und ist deshalb in allen Projekten berücksichtigt, die das Ökosystem in seiner Gesamtheit und Komplexität betrachten. Es reagiert unmittelbar auf Nährstoffeinträge und ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Langzeit-Umweltüberwachung durch die Helsinki Commission (HELCOM). Es kann als Indikator für den Gewässerzustand dienen und ist deshalb auch ein Parameter für die EU-Wasserrahmenrichtlinie und die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie.

Die vorhandene Phytoplankton-Datenbank basiert im Wesentlichen auf den seit 1979 regelmäßig durchgeführten Terminfahrten. Das Phytoplankton wird qualitativ und quantitativ durch Mitarbeiter/innen mit langjähriger Expertise untersucht. Die Mitarbeiter/innen der AG Phytoplankton nehmen regelmäßig an nationalen und internationalen Qualitätssicherungsmaßnahmen (z.B. QUASIMEME, HELCOM-Phytoplankton-Expertengruppe) teil. Die Daten gehen an das Deutsche Ozeanographische Datenzentrum (DOD) am BSH und von dort in die ICES-Datenbank. Sie bilden die Grundlage für die Langzeit-Zustandseinschätzung der Ostsee sowie für zahlreiche Forschungsprojekte.

Neben umfassender taxonomischer Expertise zu Phytoplanktonarten der Ostsee und des Atlantik gibt es umfangreiche Erfahrungen zur Bestimmung von Chlorophyll und Primärproduktion. Besonderes Interesse gilt den Cyanobakterien und ihrer Stickstoff-Fixierung. Die Daten werden bezüglich ihrer räumlichen Verteilung, saisonalen Entwicklung sowie ihrer Langzeittrends ausgewertet. Dabei steht der ganzheitliche Ökosystem-Ansatz, d.h. die Beziehung zur Umwelt, im Vordergrund. Dementsprechend besteht eine enge Kooperation mit Ozeanographen und Hydrochemikern.

MitarbeiterInnen

Thalassionema nitzschioides
Chaetoceros decipiens