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Abgetaucht – Von der Wasseroberfläche bis zum Meeresgrund

Schwerpunkt 1: Klein- und mesoskalige Prozesse

Wer das Meer als großes Ganzes verstehen will, muss im ganz Kleinen mit Einzelprozessen beginnen. Denn nur wer genau weiß, wie jedes einzelne Puzzleteil auf Veränderungen reagiert, kann auch verlässliche Aussagen über das Verhalten des Gesamtsystems Meer machen.

Ziel der wissenschaftlichen Arbeit im Forschungsschwerpunkt 1 (FS 1) ist, alle physikalischen, chemischen und biologischen Prozesse von der Wasseroberfläche bis ins Sediment zu identifizieren, zu verstehen und zu quantifizieren. In der obersten Etage des Wasserkörpers untersuchen die WissenschaftlerInnen, welche Stoffe zwischen dem Meer und der Atmosphäre ausgetauscht werden und wie physikalische Faktoren (z. B. Sonnenlicht, Temperatur, Wind) das Gesamtsystem und die Lebensgemeinschaften aus einzelligen Algen, Bakterien und Kleinsttieren (Zooplankton) beeinflussen.

Weiter unten, auf der mittleren und weitaus umfangreichsten Etage der Wassersäule, nehmen die ForscherInnen die hier stark ausgeprägten chemischen Gradienten und die zum Teil noch völlig unbekannte Vielfalt und Aktivität der Mikroorganismen unter die Lupe. In der untersten Etage konzentriert sich die Forschung auf die Stofftransporte zwischen Meeresboden und Wasser, die Aktivität der hier lebenden Organismen und die Informationen über die Umweltbedingungen der Vergangenheit die in den „Klimaarchiven“ des Sediments gespeichert sind.