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Daumenkino Sedimentarchiv: Klimazeugen beschreiben regionale Folgen eiszeitlicher Klimaschwankung in Ultrahochauflösung

IOW-Forscher Helge Arz und sein Kollege Dan Secrieru öffnen einen Teil-Sedimentkern aus dem Schwarzen Meer
IOW-Forscher Helge Arz und sein rumänischer Kollege Dan Secrieru beim Öffnen eines Teil-Kerns aus dem Schwarzen Meer an Bord von FS Meteor (Foto: IOW / H. Arz)

Ein internationales Geologen-Team um den Warnemünder Markus Czymzik rekonstruierte an einem Sedimentkern aus dem Schwarzen Meer, wie sich das Grönland Interstadial 10 (GI10), eine Klimaerwärmung vor ca. 41.000 Jahren, im Laufe von Jahrzehnten auf das Klima in der Schwarzmeer-Region auswirkte. Dies wurde über eine präzise Synchronisation mit Eisbohrkernen, in denen GI10 nachgewiesen wurde, und engmaschige Multi-Proxy-Analysen möglich. Die Reaktion lief danach nicht synchron ab: Eine deutliche Erwärmung setzte erst 190 Jahre später ein. Mit dieser präzisen Rekonstruktion stößt man in Zeitskalen vergleichbar der rezenten Erderwärmung vor und hilft damit wichtige Prozesse besser zu verstehen.

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