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Yes, they can! Erster Nachweis bakterieller Manganoxid-Nutzung fürs Überleben nahe der H2S-„Todeszone“

26.06.2019 14:00

Jan Henkel
IOW-Doktorand Jan Henkel mit Kulturen des H2S-oxidierenden Schwarz-Meer-Bakteriums, l. vor Bakterienwachstum und noch dunkel von Braunstein (MnO2), r. nach der wachstumsbedingten Ausfällung von Mn(Ca)CO3. (Foto: IOW/Beck)

Das Schwarze Meer mit seiner permanenten Schichtung, großen sauerstofflosen Wassermassen und ausgedehnten Zonen mit giftigem Schwefelwasserstoff (H2S) ist ein exzellentes Naturlabor, um Überlebensstrategien spezialisierter Organismen in einer solch lebensfeindlichen Umwelt zu erforschen. Mikrobiologe Jan Henkel vom IOW und Kolleg*innen untersuchten, wie hier Bakterien dennoch wachsen können. Im renommierten Fachjournal PNAS präsentieren die Forschenden nun erstmals den Nachweis, dass ein dort häufiges Bakterium spezifisch Mangan(IV)-Oxid nutzt, um mit dessen Hilfe Stoffwechselenergie aus H2S zu gewinnen und es dabei in ungiftiges Sulfat umwandelt.

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