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DArgo2025: Pilotstudien für das erweiterte Argo-Messnetz in Deutschland; Vorhaben: Analysen von Floats mit Nitratsensoren in der Ostsee und Integration des nationalen BGC-Datenmanagements in Argo International

Der Beitrag des IOW zu DArgo2025 widmet sich:

  • Sensor-basierten Nitratmessungen durch BGC-Argo Float. Das Hauptarbeitsgebiet liegt in der Ostsee, wo bisher keine deutschen Argo Aktivitäten stattfanden.

Als Nitratsensor für BGC-Argo Floats ist bisher nur der SUNA-Sensor der Firma Satlantic (Sea-Bird Scientific, USA) kommerziell verfügbar. Zur Erweiterung der Sensoroptionen soll hier der OPUS-Nitratsensor der Firma TriOS GmbH (Deutschland) mit dem SUNA-Sensor vergleichend charakterisiert und auf Floats eingesetzt werden, wobei das Hauptaugenmerk auf der Sicher­stellung einer einheitlichen Datenqualität liegt. Ziel ist es, eine realistische Einschätzung zum globalen Einsatz des OPUS-Sensors und damit der potentiellen Diversifizierung der verfügbaren BGC-Argo Sensoren zu erhalten. Durch den Einsatz der Floats in der Ostsee werden einerseits die deutschen Argo-Aktivitäten auf diese Meeresregion ausgeweitet und andererseits das IOW als neuer Argo-Akteur eingebunden. Darüber hinaus erlaubt die Ostsee als Auslegegebiet die Validierung und Weiterentwicklung der Auswerte- und Qualitätssicherungsroutinen in einem Umfeld mit weiteren optisch aktiven, absorbierenden Stoffen, was auch der Genauigkeit der Nitratmessungen im globalen Tiefenozean zugutekommt.

  • Der Abstimmung der biogeochemischen Arbeiten im DArgo2025-Projekt­verbund.

Das Argo Datenmanagementsystem mit seinen 11 global verteilten Datenzentren, 8 core- und BGC-Argo Parametern und 4 prinzipiellen Dateitypen pro Float weist eine nicht immer intuitive Komplexität auf. Nichtsdestotrotz ist es operationell, bedient täglich erfolgreich eine Vielzahl an Nutzern und entwickelt sich entsprechend den Anforderungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen beständig weiter. Ziel ist es, die Arbeiten der Projektpartner in diesen Kontext einzubinden und einen maximalen Impact der gewonnenen Erkenntnisse im internationalen Rahmen sicher zu stellen. Dazu werden die biogeochemischen Arbeiten national im Verbund (IOW, ICBM, GEOMAR und BSH) im Geiste der Argo-Philosophie koordiniert und mit dem internationalen BGC-Argo abgestimmt.