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SECOS - TP 3 (1.3): SECOS: Küstenmeerforschung: Die Leistung der Sedimente in deutschen Küstenmeeren; Leit-antrag; Vorhaben: Koordination

Laufzeit:
01.04.2013 - 31.03.2016
Projektleitung:
Prof. Dr. Helge Arz
Finanzierung:
BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung
Forschungsschwerpunkt:
Beteiligung:
none

Die vorhandenen Sedimentverteilungskarten der deutschen Ostsee spiegeln den generellen kausalen Zusammenhang zwischen dem integrierten Effekt hydrodynamischer Prozesse, der initialen glazigenen Sedimentverteilung und der postglazialen morphologischen Entwicklung wider und lassen sich grob in Erosions- (Geschiebemergel, Restsedimente), Übergangs- („gemischte“ sandige Sedimente) und Depositionsfazies (Schlickablagerungen der z.B. Mecklenburger Bucht und Arkona Becken) gliedern. Die meisten feinkörnigen Sedimente geraten durch windinduzierte Wellen- und Strömungsaktivität in Resuspension und unterliegen einem starken Lateraltransport. Die Bedeutung der oberflächennahen Sedimente für den Materialumsatz und die Transformationsprozesse kann auf saisonaler und annueller Zeitskalen beobachtet werden (WP2). Längere Zeitskalen (Dekaden und Jahrhunderte) müssen für die Zwischen- und endgültige Speicherung im Sediment betrachtet werden. Vor diesem Hintergrund sollen die Altersstruktur der Beckensedimente (z.B. Datierung von Kurzkernen) sowie der Einfluss von Vermischungsprozessen untersucht werden, um eine belastbare Kalkulation von Massen-Akkumulations-Raten und/oder Inventaren von z.B. Nährstoffen und Schadstoffen in den Sedimenten der deutschen Ostsee vornehmen zu können.