Aktuelles aus dem Projekt

Februar 2019

Nach eineinhalb Jahren Projektlaufzeit trafen sich alle Partner in Dresden am IPF für eine zwei-tägige Besprechung wieder. Im Fokus des Treffens stand die Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse sowie die Planung des weiteren Verlaufes. Der intensive Austausch und die angeregte Diskussionen führten zu einem erfolgreichem Projekttreffen. Hierbei wurde auch deutlich, wieviel schon erreicht wurde, aber auch was in den kommenden eineinhalb Jahren noch bevor steht.

Oktober 2018

Das Projekt MicroCatch_Balt war Teil des End-User Forums, welches hauptächlich von dem Projekt BONUS MICROPOLL organisiert wurde und am IOW stattfand. Hier wurden Behörden und Interessensvertreter über den Stand der Mikroplastik Forschung allgemein aber auch über den Stand der Fortschritte in den einzelnen Projekten informtiert. Teilgenommen haben unter anderem Vertreter des LUNG und das StALU sowei der Stadt Rostock und des BUND. Der Fokus lag auf der Probenahme sowie der Aufreinigung von Proben aus ganz unterschiedlichen Habitaten.

September 2018

Ein Jahr nach Projektstart wurde das erste wissenschaftliche Paper mit den Mitteln von MicroCatch_Balt publiziert. In der Fachzeitschrift 'Water' veröffentlichten die Autoren Robin Lenz und Matthias Labrenz das neue Probenahmegerät "Rocket". Seinen Namen erhielt die eigens entwickelte Konstruktion durch sein Aussehen. In seiner silbrigen Alu-Kiste, mit Schläuchen und Hebeln ausgestattet, wirkt es wie die Requisite eines 70er Jahre Science-Fiction-Streifens und erhilt deshalb den Spitznamen „The Rocket“. Die Besonderheiten der Rocket bestehen unter anderem in einer fast Plastik-freien Beprobung bis zu Partikeln größer als 10µm. Für MicroCatch_Balt ging die Rocket schon in zwei großen Kampagnen auf Probenahme entlang des Flusses Warnow bei Rostock.

August 2017- September 2018

Das IPF rüstet sich für die große Menge an Proben, die nach der Probenahme Kampagne im März 2018 und nach der Aufreinigung der Proben analysiert werden müssen. Dafür wurde an der Automatisierung der Partikelidentifizierung von sehr kleinen Partikeln (1- 500 µm) gearbeitet. Dank der Automatisierung können die Partikel pro Filter schneller analysiert werden.  Eine weitere Optimierung bestand in der Entwicklung einer fraktionierten Filtrationseinheit, um durch das Scharf-stellen der Mikroskope Partikel nicht zu übersehen. Zudem wurden die Laborräume modifiziert um Kontaminationen der Proben mit anderen Mikroplastik Partikeln zu vermeiden. Hierfür wurde zum Beispiel ein Partikelfilter-Luftreiniger installiert und auf spezielle kunststofffreie Laborkleidung geachtet.

März - April 2018

Die erste Probenahme Kampagne des Projekts startete im März 2018. An 9 Stationen im Einzugsgebiet, sowie 7 im Ästuar wurde aus dem Oberflächenwasser Proben entnommen, um den Mikroplastik Gehalt zu untersuchen. Zusätzlich wurden Proben an 3 Kläranlagsausläufen entnommen. Hierfür wurden bis zu 1000l Flusswasser auf einen 10µm Filter gefiltert. Für die Probenahme entwickelte der Doktorand Robin Lenz gemeinsam mit der IOW Werkstatt ein Beprobungsgerät, die "Rocket". Über 4 Kerzenfilter werden die Wassermassen auf einen 10µm Filter gefiltert, bis die Filter sich zusetzen. Trotz teils eisiger Temperaturen konnten alle Stationen wie geplant beprobt werden.

September - Dezember 2017

Erste Testläufe zur Beprobung der Warnow wurden an unterschiedlichen Stellen durchgeführt. Mit Planktonnetzen unterschiedlicher Maschenweiten und in unterschiedlichen Tiefen wurde das Flusswasser gefiltert, um die kleinen Mikroplastik Partikel zu erfassen. Es wurde vom Boot, dem Klashahn, als auch von Brücken beprobt.

Beprobung parallel zum Boot, dem Klashahn.
Probenahme mit Hilfe von Stangen, welche das Netz stabilisieren um die Oberfläche zu beproben..
Probenahme in der Mildenitz mit zwei Planktonnetzen der Maschenweite 1mm und 300µm.

August 2017

Das Projekt MicroCatch_Balt startet und die Projektpartner treffen sich gleich Anfang August für das Kick-off Meeting in Warnemünde. Zwei Tage lang wird intensiv diskutiert, um eine gemeinsame Richtung vorzugeben und dem Projekt dadurch einen Rahmen zu geben.

Teilnehmer des Kick-off Treffens im August in Warnemünde am Leibniz Institut für Ostseeforschung