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Schülerpraktika am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde für das Schuljahr 2018/19

Bist Du Schülerin oder Schüler der 10., 11. oder 12. Klasse und interessierst Dich für die Meeresforschung? Dann bewirb Dich für eines der Schülerpraktika am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde! Für das Schuljahr 2017/18 bieten wir in den Bereichen Physikalaische Ozeanographie und Messtechnik, Marine Geologie sowie Meereschemie ingesamt 10 Praktikumsplätze an.

Informiere Dich bitte zunächst über die Inhalte der einzelnen Angebote. Wenn Dir eines der Angebote zusagt, schicke Deine Bewerbung per E-Mail an: praknulltikum@io-warnemuende.de

!!!Innerhalb einer Woche sollte eine Bestätigung der Anfrage eingehen. Wenn nicht, bitte telefonisch nachfragen!!!

Die Bewerbung sollte Folgendes enthalten:

  • kurzes Bewerbungsschreiben mit Angaben zur Motivation und Erwartung an das Praktikum
  • Angabe des Praktikumszeitraums
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Kopie des letzten Zeugnisses
  • Bestätigung von der Schulleitung, dass die Teilnahme am Praktikum als schulische Veranstaltung anerkannt wird

Aktueller Stand zur Vergabe der Praktikumsplätze

Stand: 26.11.2018

 

Fachbereich Gesamtzahl Plätze freie Plätze
Physikalische Ozeanographie u. Messtechnik 5 0
Marine Geologie 3 0
Meereschemie 3 0
     

Kurzbeschreibung der Praktikumsplätze

A. Physikalsische Ozeanographie

Die  Erfassung der großräumigen Verteilung von biologischen und physikalischen Parametern  im Meer ist mit Hilfe von Forschungsschiffen nur eingeschränkt möglich. Für diese Zwecke nutzen die Meeresforscher des Instituts Bilder, die von speziellen Satelliten aufgenommen werden. Mit Hilfe der Satellitenaufnahmen ist es z.B. möglich, ostseeweit die räumliche Ausdehnung sowie die Intensität von Planktonblüten zu erfassen. Die räumliche Verteilung der Wasseroberflächentemperatur  kann ebenfalls abgeleitet werden und hilft bei der Untersuchung von Prozessen entlang der Küste und insbesondere der Ausbreitung von Flusswasser. Allerdings können diese Parameter nicht direkt aus den Aufnahmen abgelesen werden, sondern erfordern eine vorherige Eichung, die durch  Messdaten kontrolliert werden muss. So verbringen die Wissenschaftler der Arbeitsgruppe „Fernerkundung“ auch regelmäßig Zeit auf Forschungsschiffen, um die dafür benötigten Messdaten zu sammeln.

Anzahl Plätze:
3  pro Jahr (bitte Verfügbarkeit prüfen!)

Zeitraum:
1-2 Wochen, nach Absprache mit dem Betreuer

Inhalte:

  • Einführung in die Satellitenfernerkundung und Meeresoptik
  • Recherche in Archiven von Satellitendaten verschiedener Sensoren
  • Download und Speicherung von Daten
  • Erstellung eines Übersichtsarchivs
  • Visualisierung von Daten mit Hilfe von Bildbearbeitungssoftware
  • Systematisierung der Satellitendaten für verschiedene Gebiete und Anwendungen
  • Durchführung optischer Messungen
  • Graphische Darstellung und Auswertung der Messergebnisse
Satellitenbild der Cyanobakterienblüte
Satellitenbild der Cyanobakterienblüte in der Ostsee
Mittlere Wasseroberflächentemperatur der Ostsee am 10.04.2011
Mittlere Wasseroberflächentemperatur der Ostsee am 10.04.2011, aufgenommen von den NOAA-Satelliten.

B. Marine Geologie

Die Meeresgeologen des Hauses erforschen die Geschichte der Ostsee, in dem sie die Meeresablagerungen (Sedimente) untersuchen. Diese Sedimente bestehen aus einer Vielzahl unterschiedlichster Partikel, die entweder durch die Flüsse bzw. die Luft von außen eingetragen wurden oder aber in der Ostsee selbst entstanden. An den tiefsten Stellen der Ostsee können sich diese Partikel ungestört ablagern. Bleiben die Umweltbedingungen in der Ostsee und den angrenzenden Landmassen über längere Zeiträume konstant, sind auch die zu dieser Zeit abgelagerten Sedimente hinsichtlich ihrer Struktur, Farbe und Zusammensetzung gleich. Treten jedoch Veränderungen der Umweltbedingungen auf, verändern sich auch die Eigenschaften der Sedimente. Damit bieten sie den Meeresforschern die Möglichkeit, Veränderungen der Umweltbedingungen im Verlaufe der Ostseeentwicklung zu erfassen.

Anzahl Plätze:
3  pro Jahr (bitte Verfügbarkeit prüfen!)

Zeitraum:
1-2 Wochen, nach Absprache mit dem Betreuer

Inhalte:

  • Entnahme von Unterproben aus Sedimentkernen
  • Untersuchung von Sedimentproben auf Fossilien und Bestimmung der Arten
  • Untersuchung sedimentphysikalischer Parameter (Wassergehalt, Dichte etc.)
  • Auswertung (graphische Darstellung) der ermittelten Daten
  • Vorbereitung von Sedimentproben für chemische Analysen (Trocknung, Homogenisierung)
  • Assistenz bei der chemischen Untersuchung von Sedimentproben (Kohlenstoff-, Schwefel, Stickstoff-Analysen)
  • Auswertung (graphische Darstellung) der ermittelten Daten
  • Untersuchung zur Korngrößenzusammensetzung  von Sedimentproben (Siebung, Laser-Sizer)
Multicorer zur Gewinnung von kurzen Sedimentkernen
Multicorer zur Gewinnung von kurzen Sedimentkernen
Sedimentkern
Sedimentkern aus dem nördlichsten Ostseebecken

C. Meereschemie

Die Meereschemiker in unserem Haus beschäftigen sich mit der Analyse von Nähr- und Schadstoffen im Ostseewasser, in Organismen, in Schwebstoffteilchen, im Meeresboden sowie in der Atmosphäre. Diese Untersuchungen dienen zum einen dazu, die Umsetzung der untersuchten Stoffe im Ökosystem zu bilanzieren (Stoffflüsse), zum anderen liefern die Daten auch wichtige Hinweise zu Veränderungen der Konzentration von potentiell umweltschädlichen Stoffen.

Innerhalb des einwöchigen Praktikums habt ihr die Möglichkeit, fünf Arbeitsgruppen der Sektion Meereschemie kennenzulernen. Um einen Einblick in die verschiedenen Themengebiete zu bekommen, werdet ihr in jeder Arbeitsgruppe ein kleines Projekt bearbeiten.

  • Chemische Insitu-Sensoren
  • Organische Fremdstoffe
  • CO2-System und Gasaustausch
  • Nährstoffanalytik

 

Anzahl Plätze:
3  pro Jahr (bitte Verfügbarkeit prüfen!)

Zeitraum:
nach Absprache

Inhalte:

  • Probenahme entlang des Alten Stromes in Warnemünde und Bestimmung des Methangehaltes mit einer gaschromatografischen Methode
  • Messung von Nitrat und Nitrit in Seewasserproben mit einem chemischen Insitu-Sensor
  • Aufarbeitung und Messung von Proben verschiedener Ostseekompartimente in den Laboren der Spurenanalytik mit anschließender Datenauswertung
  • Einblick in die Projektarbeit am IOW
  • pH-Messungen in unterschiedlichen wässrigen Medien mit verschiedenen Messmethoden
  • Probenahme in Heiligendamm und Bestimmung des Phosphatgehaltes
Gerät zur Vorbereitung von Proben für die Hochdruckflüssigkeitschromatographie.
Gerät zur Vorbereitung von Proben für die Hochdruckflüssigkeitschromatographie.
Proben bereit für die Nährstoffanalyse.
Proben bereit für die Nährstoffanalyse.