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BRIESE-Preis 2017: Wichtigen „Ökosystemleistungen“ von sandigen Meeressedimenten auf der Spur

Der BRIESE-Preis für Meeresforschung 2017 geht an Dr. Soeren Ahmerkamp. Die Jury würdigt damit seine Forschung zum Sauerstofftransport in sandigen Nordseesedimenten und wie dieser die Aktivität der dort lebenden Bakterien beeinflusst. Dazu kombinierte er Laborversuche, Modellrechnungen und Feldmessungen, für die er ein spezielles Meeresbodenobservatorium entwickelte. Er konnte erstmals unter Feldbedingungen zeigen, dass Rippelstrukturen sandiger Meeresböden dazu führen, dass Sauerstoff und Nährstoffe tiefer ins Sediment dringen als bei glatten Böden und so die Mikroorganismen besser versorgen. Sande spielen nicht zuletzt deswegen eine besonders wichtige Rolle als Filter für Nährstoffeinträge.

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Umweltgeschichte aus dem Faulschlamm: Klimawandel lässt „tote Zonen“ im Schwarzen Meer wachsen

Zum ersten Mal ist es GeowissenschaftlerInnen des IOW gelungen, gemeinsam mit KollegInnen der Universitäten Oldenburg und Hannover sowie der Rutgers University (USA) die Ablagerungsbedingungen im Schwarzen Meer während der letzten Warmzeit (Eem) vor rund 128.000 Jahren in hoher zeitlicher Auflösung zu analysieren. Damit wurde ein Vergleich der heutigen sauerstofffreien Bedingungen im Tiefenwasser des Schwarzen Meeres mit denen zur Eem-Zeit möglich. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die „toten Zonen“ des Schwarzen Meeres bei einer zukünftigen Klimaerwärmung noch weiter ausbreiten und die produktiven Lebensräume dabei deutlich schrumpfen können.

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Welche Belastungen bringen Megastädte für die Küstenmeere? Spurensuche in China

In der chinesischen Millionenstadt Guangzhou findet derzeit (4. – 8. Dezember 2017) das Kick-off-Treffen für zwei neue deutsch-chinesische Verbundprojekte statt, die das BMBF in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 1,25 Mio. Euro fördert. Ziel der Vorhaben ist, den Fingerabdruck von Megastädten in den Meeresablagerungen von chinesischen Randmeeren zu erkennen. Beide Projekte werden auf deutscher Seite vom IOW koordiniert.

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Neues Buch von IOW-Forscherduo: „Kohlendioxid-Brille“ schärft Blick auf den Zustand der Ostsee

Bernd Schneider und Jens Müller vom IOW sind die Autoren eines kürzlich erschienenen englischen Fachbuches zur Biogeochemie der Ostsee. Das Besondere: Die Meereschemiker stellen ein neues Konzept vor, das anhand von Untersuchungen des marinen CO2-Kreislaufs eine umfassende Analyse biogeochemischer Prozesse erlaubt und damit neue Wege für ein effizientes Monitoring des ökologischen Zustandes von Meeresgebieten eröffnet.

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Mittelholozäner Temperatur-
sprung begünstigte in Nordeuropa Ackerbau und Bevölkerungswachstum

Die internationale Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlichte kürzlich neue Erkenntnisse zum Verlauf der Temperaturen im Ostseeraum während der Übergangszeit vor 6.000 Jahren, in der der Ackerbau in Nordeuropa Einzug hielt. Das Autorenteam aus Geowissenschaftlern, Archäologen, Fischereibiologen und Ökosystem-Modellierern konnte zeigen, dass erst in dieser Zeit ein deutlicher Temperaturanstieg die neue Lebensweise begünstigte.

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Ansprechpartner für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

 

Dr. Kristin Beck
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Im Fokus

Plastik im Meer

Nachrichten von der Vermüllung der Meere und der Allgegenwärtigkeit von Mikroplastik sind alarmierend. Die Meeresforschung arbeitet mit Nachdruck an offenen Fragen dieses hochaktuellen Umweltthemas.
Am IOW wird untersucht

• ob Mikroplastik aufgrund seiner weiten Verbreitung auch pathogene Keime sehr rasch verbreiten kann

• wie man die zurzeit noch sehr zeitaufwändige Erfassung von Mikroplastik verbessern kann

• über welche Quellen Mikroplastik ins Meer gelangt.

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Satellitenbild des Monats

Satellitenbild des Monats
Mittlere Wasseroberflächentemperatur der Ostsee vom 31.01. - 06.02.2018, ermittelt aus Aufnahmen der NOAA- und MetOP Wettersatelliten.

mehr dazu in  >> Satellitenaufnahmen