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Presse-Archiv

11.06.2018

Zweite International Baltic Earth Conference in Dänemark: “The Baltic Sea Region in Transition”

Markus Meier, Leiter der IOW-Sektion Physikalische Ozeanographie, eröffnet die 2. Internationale Baltic Earth Konferenz in Helsingør, Dänemark. Etwa 130 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 14 Ländern und verschiedenen Fachgebieten treffen sich dort Mitte Juni, um verschiedene Aspekte der aktuellen und erwarteten Umweltveränderungen im Ostseeraum zu diskutieren.

18.05.2018

Ins Herz der Blaualgenblüte: IOW-Segelexpedition „BloomSail“ geht an den Start

Am 19. Mai 2018 startet Jens Müller vom IOW seine viermonatige Segelexpedition BloomSail. Ziel ist die präzise Beschreibung von Cyanobakterien-Massenentwicklungen in der zentralen Ostsee mittels CO2-Messungen und anderer Parameter, die bei Entstehung und weiterem Verlauf dieser sogenannten Blaualgenblüten eine maßgebliche Rolle spielen. Der Einsatz einer 8-Meter-Yacht erlaubt dabei erstmals während einer ganzen Blaualgen-Hauptsaison die zeitlich und räumlich hochaufgelöste Beobachtung akuter Blütenereignisse, die nicht nur – wie sonst üblich – im Oberflächenwasser, sondern auch in tieferen Wasserschichten untersucht werden sollen.

10.04.2018

Vordenker für Thermodynamik der Meere: IOW-Forscher Rainer Feistel erhält Fridtjof Nansen-Medaille

Am 9. April 2018 erhielt Rainer Feistel, Physiker am IOW bis 2014, die Fridtjof Nansen-Medaille 2018 der European Geosciences Union (EGU). Die mit rund 12.500 Mitgliedern führende Vereinigung für Geowissenschaftler in Europa würdigte damit auf ihrer Generalversammlung in Wien Feistels bahnbrechende Arbeit auf dem Gebiet der Thermodynamik der Meere. Insbesondere durch seine Definition der thermodynamischen Eigenschaften von Meerwasser mittels Gibbs-Funktion schuf er erstmals stringente thermodynamische Grundlagen in der Ozeanographie, wovon auch andere Forschungszweige wie Klimaforschung und Ingenieurswissenschaften maßgeblich profitierten.

09.04.2018

Verschwenderische Blaualgen: Überraschendes Angebot an Aminosäuren für Zooplankton

In der internationalen Fachzeitschrift Limnology and Oceanography berichtet die Rostocker Meeresbiologin Natalie Loick-Wilde von einer Studie in der zentralen Ostsee, mit der ihr und ihren KollegInnen vom IOW und dem US-amerikanischen Georgia Institute of Technology der Nachweis gelang, dass Blaualgen in einem späten Stadium ihrer Blüte einen Überschuss an Aminosäuren produzieren. In einer typischerweise nährstoffarmen Jahreszeit führt dies zu einem überraschenden Nahrungsangebot für marine Kleinstlebewesen und somit für das gesamte Nahrungsnetz.

09.04.2018

IOW-Aktionstag: Erstausgabe der Sonderbriefmarke zum 100. Geburtstag von Elisabeth Mann Borgese

Elisabeth Mann Borgese, engagierte Meeresschützerin, Mitgründerin des „Club of Rome“ und Tochter von Literaturnobelpreisträger Thomas Mann, wäre dieses Jahr am 24. April 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass gibt das Bundesfinanzministerium am Donnerstag, den 12. April 2018, eine Gedenkbriefmarke heraus. Im Rahmen der Aktion „Briefmarken:Erlebnis“ richtet die Deutsche Post an diesem Tag von 10 – 16.30 Uhr ein Sonderpostamt in den Ausstellungsräumen des IOW ein. Nur dort kann man die Briefmarke auf einem speziell gestalteten Briefumschlag mit einem besonderen Poststempel erwerben, der das IOW-Forschungsschiff „Elisabeth Mann Borgese“ zeigt.

12.03.2018

Mikroplastik verhindern! Ein Plädoyer für proaktive Ansätze

In einer kürzlich in dem internationalen Fachjournal “Environmental Science and Technology” erschienenen Veröffentlichung erläutern zwei Wissenschaftler vom IOW ihren Standpunkt, warum im Zusammenhang mit Mikroplastik legislative Maßnahmen sinnvoll sind, auch wenn das Toxizitätspotenzial, das Mikroplastik in Bezug auf die natürliche Umwelt aufweisen kann, noch nicht abschließend bestimmt ist.

28.02.2018

„Küste im Wandel“ –
2. Symposium Küstenmeerforschung diskutiert Forschungsstrategien

Unter dem Motto „Küste im Wandel“ kommen heute rund 180 Experten aus über 60 Institutionen im Berliner Umweltforum zusammen. Drei Tage lang erarbeiten sie gemeinsam, wo der zukünftige Bedarf in der Küstenmeerforschung liegt und mit welchen Forschungsstrategien er abgedeckt werden kann. Veranstaltet vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) ist das Symposium ein wichtiger Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) organisierten Agenda-Prozesses im Rahmen des Förderprogrammes MARE:N. Dessen Ziel ist ein engeres Zusammengehen von Forschung, Behörden, Nutzern und Gesellschaft, um die Herausforderungen einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Meeresforschung zu meistern.

21.02.2018

Neue IOW-Studie: Birgt Mikroplastik zusätzliche Gefahren durch Besiedlung mit schädlichen Bakterien?

Die alarmierende Allgegenwart von Mikroplastik in Flüssen, Seen und Ozeanen steht zunehmend im Fokus der Forschung. Bislang gab es aber keine gesicherten Erkenntnisse, ob Mikroplastik in Wasserökosystemen die Entstehung spezieller Bakteriengemeinschaften oder gar die Ausbreitung von Krankheitserregern fördert. Mit diesem Thema hat sich das Projekt MikrOMIK unter Federführung des IOW befasst. In einer neuen Studie im Rahmen des Projektes wurde nun erstmals systematisch untersucht, ob sich bakterielle Biofilme auf Mikroplastik von denen auf natürlichen Materialien unterscheiden und welchen Einfluss verschiedene Umweltfaktoren dabei haben – etwa Salzgehalt oder Nährstoffe im umgebenden Wasser.

07.02.2018

BRIESE-Preis 2017: Wichtigen „Ökosystemleistungen“ von sandigen Meeressedimenten auf der Spur

Der BRIESE-Preis für Meeresforschung 2017 geht an Dr. Soeren Ahmerkamp. Die Jury würdigt damit seine Forschung zum Sauerstofftransport in sandigen Nordseesedimenten und wie dieser die Aktivität der dort lebenden Bakterien beeinflusst. Dazu kombinierte er Laborversuche, Modellrechnungen und Feldmessungen, für die er ein spezielles Meeresbodenobservatorium entwickelte. Er konnte erstmals unter Feldbedingungen zeigen, dass Rippelstrukturen sandiger Meeresböden dazu führen, dass Sauerstoff und Nährstoffe tiefer ins Sediment dringen als bei glatten Böden und so die Mikroorganismen besser versorgen. Sande spielen nicht zuletzt deswegen eine besonders wichtige Rolle als Filter für Nährstoffeinträge.

09.01.2018

Umweltgeschichte aus dem Faulschlamm: Klimawandel lässt „tote Zonen“ im Schwarzen Meer wachsen

Zum ersten Mal ist es GeowissenschaftlerInnen des IOW gelungen, gemeinsam mit KollegInnen der Universitäten Oldenburg und Hannover sowie der Rutgers University (USA) die Ablagerungsbedingungen im Schwarzen Meer während der letzten Warmzeit (Eem) vor rund 128.000 Jahren in hoher zeitlicher Auflösung zu analysieren. Damit wurde ein Vergleich der heutigen sauerstofffreien Bedingungen im Tiefenwasser des Schwarzen Meeres mit denen zur Eem-Zeit möglich. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die „toten Zonen“ des Schwarzen Meeres bei einer zukünftigen Klimaerwärmung noch weiter ausbreiten und die produktiven Lebensräume dabei deutlich schrumpfen können.