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Presse-Archiv

14.12.2020

Erstmals Glyphosat-Nachweis im Meer: IOW entwickelt neue Methode und führt erfolgreiche Messungen in der Ostsee durch

Glyphosat ist einer der weltweit meistgenutzten Unkrautvernichter. Das umstrittene Herbizid, das unter anderem im Verdacht steht, krebserregend zu sein, wird auch in Deutschland intensiv genutzt. Vom Land gelangt es in Flüsse, die es ins Meer spülen. Wie viel sich dort findet, war allerdings bisher unbekannt, denn in Salzwasser waren Glyphosat und sein Abbauprodukt Aminomethylphosphonsäure (AMPA) aus methodischen Gründen nicht nachweisbar. Marisa Wirth vom IOW hat nun eine neue Methode entwickelt, mit der beide Stoffe im Meer zuverlässig gemessen werden können.

11.12.2020

Globale CO2-Bilanz 2020 veröffentlicht: Rekord-Rückgang der fossilen CO2-Emissionen – IOW lieferte Daten aus der Ostsee

Heute verkündeten die Universitäten von East Anglia und Exeter die jährliche weltweite CO2-Bilanz als Ergebnis des sogenannten „Global Carbon Projects“ (GCP). Die neue Bilanz zeigt einen noch nie erreichten Rückgang der fossilen CO2-Emissionen, der auf Corona-bedingte Einschränkungen des Transportwesens zurückgeführt wird. Die atmosphärische CO2-Konzentration stieg jedoch trotzdem weiter an. Das GCP vereint zahlreiche internationale Forschungseinrichtungen weltweit. An der jetzt vorliegenden Veröffentlichung beteiligten sich mehr als 80 Autor*innen, unter ihnen auch Dr. Henry Bittig, Meereschemiker am IOW.

10.11.2020

Daumenkino Sedimentarchiv: Klimazeugen beschreiben regionale Folgen eiszeitlicher Klimaschwankung in Ultrahochauflösung

Ein internationales Geologen-Team um den Warnemünder Markus Czymzik rekonstruierte an einem Sedimentkern aus dem Schwarzen Meer, wie sich das Grönland Interstadial 10 (GI10), eine Klimaerwärmung vor ca. 41.000 Jahren, im Laufe von Jahrzehnten auf das Klima in der Schwarzmeer-Region auswirkte. Dies wurde über eine präzise Synchronisation mit Eisbohrkernen, in denen GI10 nachgewiesen wurde, und engmaschige Multi-Proxy-Analysen möglich. Mit dieser präzisen Rekonstruktion stößt man in Zeitskalen vergleichbar der rezenten Erderwärmung vor und hilft damit wichtige Prozesse besser zu verstehen.

23.09.2020

Der lange Arm des Atlantiks: Wie das Klima Nordeuropas aus der Ferne beeinflusst wird

Erstmals gelang es Klimaforscher*innen des IOW, mithilfe statistischer Analysen aufzuzeigen, wie sich im Laufe des letzten Jahrtausends Schwankungen in der Atlantischen Multidekadischen Oszillation (AMO) auf das meteorologische Phänomen der Nordatlantischen Oszillation auswirkten. Damit gelang es ihnen auch, eine Verbindung zwischen der AMO und Klimavariablen im Ostseeraum, wie der Ausbreitung von Meereis, der Temperatur des Oberflächenwassers oder der Flusszufuhr, herzustellen.

07.09.2020

Marine Pilze im Fokus: Exzellente Nachwuchsforscherin baut Emmy-Noether-Gruppe am IOW auf

Am 1. August 2020 nahm Dr. Isabell Klawonn im Rahmen des renommierten Emmy-Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für herausragende Nachwuchswissenschaftler*innen ihre Arbeit am IOW auf. Als Expertin für mikrobielle Interaktionen und Stoffflüsse in marinen Systemen wird sie dort eine neue Arbeitsgruppe aufbauen, um die bislang nahezu unbekannte Rolle von marinen Pilzen zu erforschen.

21.08.2020

Mikroplastik-Ausstellung geht auf Wanderschaft: Erste Station ist das Internationale Maritime Museum Hamburg

Das IOW schickt die Ausstellung „Bunt, klein, überall. Mikroplastik – Vom Fluss ins Meer“ auf Reisen. Im Internationalen Maritimen Museum Hamburg wird sie vom 23. August bis 30. September zum ersten Mal präsentiert.

11.08.2020

Mit Biomarkern auf Zeitreise in Sachen „Blaualgen“: Ostsee-Sedimentarchive zeigen Auftreten und Häufigkeit seit 1860

Forschenden aus Warnemünde und dem kalifornischen La Jolla gelang es erstmals, mithilfe von Biomarkern und einem gut datierten Sedimentkern die Geschichte der Blaualgenblüten in der zentralen Ostsee über die letzten 160 Jahre zu rekonstruieren. So verlängerten sie den Zeitraum, für den bislang Informationen zur Häufigkeit der Blüten vorlagen, deutlich in die Vergangenheit hinein. In einem in der internationalen Fachzeitschrift „Biogeosciences“ erschienenen Artikel diskutieren sie mögliche Ursachen für die erfassten Schwankungen.

04.08.2020

Die Überdüngung der Ostsee beenden: Wirken die Maßnahmen?

In der Zeit von 1995 bis 2014 wurden im Bereich der westlichen Ostsee die Fluss-Einträge der beiden wichtigsten Treiber der Überdüngung, Stickstoff und Phosphor, beträchtlich reduziert. Aber zeigen diese Maßnahmen auch in der offenen Ostsee einen Effekt? Die Meereschemiker des IOW fanden dort bislang keine deutlich erkennbaren Änderungen. In einer kürzlich veröffentlichten Studie berichten sie von einer Methode, mit der sie den Verbleib der Nährstoffe von den Flussmündungen in die Ostsee verfolgten.

16.07.2020

Evaluierung: Leibniz-Gemeinschaft lobt Arbeit des IOW und empfiehlt Ausbau der Forschung mit zusätzlichen Geldmitteln

Mit einer äußerst positiven Stellungnahme hat der Senat der Leibniz-Gemeinschaft die turnusgemäße Evaluierung des IOW abgeschlossen und empfiehlt Bund und Ländern, die gemeinsame Förderung des Instituts fortzusetzen. Das IOW habe sein wissenschaftliches Profil überzeugend weiterentwickelt und dabei sowohl auf den einzigartigen Naturraum Ostsee als auch auf systemübergreifende und globale Themen ausgerichtet, wie Klimawandelfolgen, Meeresvermüllung und Biodiversität. Nachdrücklich befürwortet der Senat, mit zusätzlichen 2 Mio. Euro im Jahr das technische und methodische Spektrum zu erweitern, um verstärkt flache Küstengewässer zu erforschen.

03.07.2020

IOW-Vortragsreihe „Warnemünder Abende“ fällt wegen Corona aus

Normalerweise wären sie in diesen Tagen an den Start gegangen – die beliebten „Warnemünder Abende“ des IOW. Für zwei Monate, jeweils donnerstags, hätten IOW-Wissenschaftler*innen und Forschende befreundeter Institutionen aus ihrer aktuellen Arbeit zu Ostseethemen berichtet. Doch in diesem Jahr müssen Urlauber ebenso wie langjähriges Stammpublikum aufgrund der Corona-Abstandsregeln auf die kostenlosen Vorträge verzichten. Auch der Ausstellungsbereich des Instituts in der „Forschungsvilla Ostsee“ muss Corona-bedingt bis auf weiteres geschlossen bleiben.