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Girls' Day

Interessierst Du Dich für MINT, bist Dir aber nicht sicher, ob es das richtige für Dich ist? Das IOW bietet Dir im Rahmen des landesweiten Girls' Day seit 2014 an, einmal in Bereiche reinzuschauen, in denen Frauen heute noch unterrepräsentiert sind. Dabei lernst Du auch erfolgreiche Frauen kennen, die in diesen Bereichen arbeiten.

Unser Girls' Day 2016

Nele filtert Mikroplastik aus Peeling.

Mikroplastik – Das war eines der großen Themen des diesjährigen Girls‘ Days am 28.04.2016 im IOW! Die „Kleinen“ filterten unter Anleitung von Franziska Klaeger und Rebecca Gorniak Plastikpartikel < 5 mm (= Mikroplastik) aus Kosmetikprodukten heraus und betrachteten diese unter einem Binokular.

Anschließend lernten die Vier eine Methode zur Trennung von Mikroplastikpartikeln aus der Umwelt kennen, namens MPSS (Mikroplastik Sediment Separator). Bei dieser Methode wird das Sediment von Organik und Plastik über die Dichte getrennt. Der MPSS hat eine kegelartige Form und wird mit Natriumpolywolframat gefüllt. Durch die Dichte von 1,8 g/cm³ sinkt das schwerere Sediment ab, wohingegen Plastik und Organik aufsteigt. So kommt es zu einer Schichtung. Nun ist es aber gar nicht so leicht, das Mikroplastik von der Organik zu unterscheiden, denn dieses ist oft von einem Biofilm umgeben. Aus diesem Grund werden zunächst die Teilchen mit Hilfe eines Binokulars herausgesucht, die mit bloßem Auge erkannt werden können und nach Dresden geschickt, um die Art des Mikroplastiks über dessen Molekülstruktur bestimmen zu lassen. Die Mädels hatten Glück, denn die Apparatur lief gerade auf Hochtouren und sie konnten sich an der Aufgabe probieren, Plastik aus einer originalen Warnow-Probe zu identifizieren.

Die Wiederfindungsexperimente laufen.

Zum Schluss ging es dann noch an den Strand. Dort, direkt vor dem Institut, wurden sogenannte Wiederfindungsexperimente durchgeführt. Im Vordergrund steht dabei die Frage: Wie gut ist eine gewisse Methode um Plastikmüll am Strand zu finden? Wir versteckten zuvor 43 Bügelperlen, Styroporkügelchen und Kunststofffasern im Oberflächensand innerhalb eines Quadratmeters. In diesem abgesteckten Gebiet suchten die 11- und 12-jährigen. Sie waren mit vollem Eifer dabei und fanden tatsächlich 37 Plastikteilchen wieder.

Die „Großen“ hingegen setzten ihren Schwerpunkt in der Messtechnik mit Mareike Floth-Peterson. Sie selbst arbeitete zwei Jahre an der Polarforschungsstation des AWI in Spitzbergen. 2009 kam sie zu den Physikalischen Ozeanographen des IOW und wirkte im Fehmarnbeltprojekt mit. Gemeinsam mit dem DHI wurde der Zustand der hydrografischen Verhältnisse des Zooplanktons und des Zoobenthos erfasst. Auf dieser Basis wurden Auswirkungen einer festen Fehmarnbelt-Querung abgeschätzt. Seit 2013 ist sie Mitarbeiterin der Sektion Meereschemie und betreut unter anderem die GODESS (Gotland Deep Environmental Sampling Station), die das IOW derzeitig mit kontinuierlich gemessenen Daten aus dem Gotlandbecken versorgt. Nach vielen atemberaubenden Bildern und Videos von Schiffseinsätzen und der Forschungstaucherei ging es dann für die Mädels weiter mit einem praktischen Teil. Durch einen EisenII/ManganII-Sensor ließen sie diverse Reagenzien laufen. Mit dieser nasschemisch, photometrischen Messmethode  demonstrierte Mareike, wie das in Wasser gelöste Eisen und Mangan in situ gemessen wird. Zu guter Letzt wurde ihnen noch die Ausrüstung einer Forschungstaucherin gezeigt.

 

Wenn Du Dich für weiter zurückliegende Mädchen-Zukunftstage interessierst, klicke hier:

Am 23. März 2014 besuchten Mädchen zum ersten Mal das IOW!

Mädchen schnupperten Meeresforschungsluft am 23. April 2015!

Anmeldung

Die Anmeldung zum Girls' Day erfolgt nicht über den offiziellen Girls-Day-Internetauftritt, sondern: Schicke Deine Bewerbung an:

praknulltikum@io-warnemuende.de.  
Beschreibe darin kurz, welche Erwartungen Du an das Praktikum hast, aus welcher Schule Du kommst sowie Namen und Telefonnummer Deines Lehrers.

 

Wir freuen uns über jede Bewerbung!

 

Das Programm des Girls' Days kannst Du Dir als pdf-Datei herunterladen.