IOW Logo
Interview

News

Datenschätze heben:
Mit ODIN 2 schnell und zielsicher durch über 60 Jahre Ostsee-Monitoring surfen

In diesem Jahr wird das erste internationale Übereinkommen zur gemeinsamen Überwachung der Meeresumwelt der Ostsee 50 Jahre alt: Bereits 1969 führten die Anrainerstaaten im Rahmen eines sogenannten „Baltic Year“ zum ersten Mal Messungen entlang eines abgestimmten Stationsnetzes durch. Die Warnemünder Ozeanographen sind seit damals dabei und leisten seitdem einen wesentlichen Beitrag zu diesem wertvollen Langzeitdatensatz. Ihre über 70 Millionen Daten, teils schon aus dem Jahr 1951, sind jetzt frei zugänglich und über das vom IOW entwickelte Recherche-Werkzeug ODIN 2 unter https://odin2.io-warnemuende.de nutzerfreundlich zu visualisieren.

» Weiterlesen …

 

Mieser Fraß?
Wie Mesozooplankton auf Blaualgenblüten reagiert

Einer Gruppe von MeeresforscherInnen um die IOW-Biologin Natalie Loick-Wilde ist es mithilfe der Analyse von stabilen Stickstoff-Isotopen in Aminosäuren gelungen, das bislang rätselhafte Fressverhalten von Mesozooplankton in Gegenwart von Cyanobakterienblüten, umgangssprachlich auch Blaualgenblüten genannt, zu entschlüsseln. So bestimmt das Stadium einer Blüte, ob „Fleisch“ oder „Gemüse“ bevorzugt wird. In Anbetracht einer für die Zukunft angenommenen weltweiten Zunahme von Cyanobakterienblüten eröffnen ihre Erkenntnisse neue Perspektiven auf potenzielle Entwicklungen innerhalb einer Schlüsselgruppe des marinen Nahrungsnetzes.

» Weiterlesen …

 

Modelle zeigen: Ostsee könnte den guten Umwelt-Zustand erreichen

In dem größten Modellvergleich, der jemals für die Ostseeregion durchgeführt wurde, kam jetzt ein internationales Autorenteam um den Warnemünder Ozeanographen Markus Meier zu dem Ergebnis, dass ein guter Zustand der Ostsee-Umwelt erreicht werden kann, wenn die im Ostseeaktionsplan vorgesehenen Maßnahmen zur Reduktion der Nährstoff-Einleitung konsequent umgesetzt werden. Sie widersprachen damit der Ansicht, dass der Klimawandel generell ein Erreichen dieses Zieles unmöglich macht. Gleichzeitig bestätigten sie jedoch, dass bei unverändert hoher Nährstoffbelastung der Klimawandel für eine Verschärfung der Überdüngung sorgt.

» Weiterlesen …

 

Gefährdet Klimawandel Meeresökosysteme im Benguela-Auftriebssystem? Neues Projekt geht an den Start

Anfang Januar 2019 startete das auf drei Jahre ausgelegte Forschungsprojekt EVAR zur Untersuchung möglicher Klimawandelfolgen auf biogeochemische Schlüsselprozesse des für die Fischerei wichtigen Benguela-Auftriebssystems vor Südwestafrika. An dem mit ca. 3 Mio. Euro vom Bundesforschungsministerium geförderten Vorhaben unter Leitung des IOW beteiligen sich auch WissenschaftlerInnen des MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen und des GEOMAR – Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel zusammen mit ihren KollegInnen von der University of Namibia und des National Marine Information and Research Centres NatMIRC.

» Weiterlesen …

 

Neuer Klimabericht für den Ostseeraum (BACC III) in Arbeit

Der zweite Sachstandsbericht zum regionalen Klimawandel und seiner Auswirkungen auf den Ostseeraum von 2015 (“Second Assessment of Climate Change in the Baltic Sea Region”, BACC II) wird zurzeit von Wissenschaftlern des internationalen Baltic Earth-Netzwerks aktualisiert. Wie auch bei den ersten beiden BACC-Berichten (2008, 2015) werden Experten aus den verschiedenen Fachgebieten wie Meteorologie, Hydrologie, Meereskunde, Biologie und Biogeochemie zum aktualisierten Report beitragen. Zudem wird es eine enge Zusammenarbeit mit der HELCOM (Helsinki-Kommission zum Schutz der Meeresumwelt der Ostsee) geben.

» Weiterlesen …

 

Ansprechpartner für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

 

Dr. Kristin Beck
Tel.: 0381 5197 135
krisnulltin.beck@io-warnemuende.de

 

Dr. Barbara Hentzsch
Tel.: 0381 5197 102
barbnullara.hentzsch@io-warnemuende.de

Im Fokus

Mikroplastik im Meer

Nachrichten von der Vermüllung der Meere und der Allgegenwärtigkeit von Mikroplastik sind alarmierend. Die Meeresforschung arbeitet mit Nachdruck an offenen Fragen dieses hochaktuellen Umweltthemas.
Am IOW wird untersucht

• ob Mikroplastik aufgrund seiner weiten Verbreitung auch pathogene Keime sehr rasch verbreiten kann

• wie man die zurzeit noch sehr zeitaufwändige Erfassung von Mikroplastik verbessern kann

• über welche Quellen Mikroplastik ins Meer gelangt.

Weiterlesen …

Satellitenbild des Monats

Satellitenbild des Monats
Mittlere Wasseroberflächentemperatur der Ostsee vom 25.03.2019, ermittelt aus Aufnahmen der NOAA- und MetOP Wettersatelliten.

mehr dazu in  >> Satellitenaufnahmen