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Presse-Archiv

12.03.2018

Mikroplastik verhindern! Ein Plädoyer für proaktive Ansätze

In einer kürzlich in dem internationalen Fachjournal “Environmental Science and Technology” erschienenen Veröffentlichung erläutern zwei Wissenschaftler vom IOW ihren Standpunkt, warum im Zusammenhang mit Mikroplastik legislative Maßnahmen sinnvoll sind, auch wenn das Toxizitätspotenzial, das Mikroplastik in Bezug auf die natürliche Umwelt aufweisen kann, noch nicht abschließend bestimmt ist.

28.02.2018

„Küste im Wandel“ –
2. Symposium Küstenmeerforschung diskutiert Forschungsstrategien

Unter dem Motto „Küste im Wandel“ kommen heute rund 180 Experten aus über 60 Institutionen im Berliner Umweltforum zusammen. Drei Tage lang erarbeiten sie gemeinsam, wo der zukünftige Bedarf in der Küstenmeerforschung liegt und mit welchen Forschungsstrategien er abgedeckt werden kann. Veranstaltet vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) ist das Symposium ein wichtiger Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) organisierten Agenda-Prozesses im Rahmen des Förderprogrammes MARE:N. Dessen Ziel ist ein engeres Zusammengehen von Forschung, Behörden, Nutzern und Gesellschaft, um die Herausforderungen einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Meeresforschung zu meistern.

21.02.2018

Neue IOW-Studie: Birgt Mikroplastik zusätzliche Gefahren durch Besiedlung mit schädlichen Bakterien?

Die alarmierende Allgegenwart von Mikroplastik in Flüssen, Seen und Ozeanen steht zunehmend im Fokus der Forschung. Bislang gab es aber keine gesicherten Erkenntnisse, ob Mikroplastik in Wasserökosystemen die Entstehung spezieller Bakteriengemeinschaften oder gar die Ausbreitung von Krankheitserregern fördert. Mit diesem Thema hat sich das Projekt MikrOMIK unter Federführung des IOW befasst. In einer neuen Studie im Rahmen des Projektes wurde nun erstmals systematisch untersucht, ob sich bakterielle Biofilme auf Mikroplastik von denen auf natürlichen Materialien unterscheiden und welchen Einfluss verschiedene Umweltfaktoren dabei haben – etwa Salzgehalt oder Nährstoffe im umgebenden Wasser.

07.02.2018

BRIESE-Preis 2017: Wichtigen „Ökosystemleistungen“ von sandigen Meeressedimenten auf der Spur

Der BRIESE-Preis für Meeresforschung 2017 geht an Dr. Soeren Ahmerkamp. Die Jury würdigt damit seine Forschung zum Sauerstofftransport in sandigen Nordseesedimenten und wie dieser die Aktivität der dort lebenden Bakterien beeinflusst. Dazu kombinierte er Laborversuche, Modellrechnungen und Feldmessungen, für die er ein spezielles Meeresbodenobservatorium entwickelte. Er konnte erstmals unter Feldbedingungen zeigen, dass Rippelstrukturen sandiger Meeresböden dazu führen, dass Sauerstoff und Nährstoffe tiefer ins Sediment dringen als bei glatten Böden und so die Mikroorganismen besser versorgen. Sande spielen nicht zuletzt deswegen eine besonders wichtige Rolle als Filter für Nährstoffeinträge.

09.01.2018

Umweltgeschichte aus dem Faulschlamm: Klimawandel lässt „tote Zonen“ im Schwarzen Meer wachsen

Zum ersten Mal ist es GeowissenschaftlerInnen des IOW gelungen, gemeinsam mit KollegInnen der Universitäten Oldenburg und Hannover sowie der Rutgers University (USA) die Ablagerungsbedingungen im Schwarzen Meer während der letzten Warmzeit (Eem) vor rund 128.000 Jahren in hoher zeitlicher Auflösung zu analysieren. Damit wurde ein Vergleich der heutigen sauerstofffreien Bedingungen im Tiefenwasser des Schwarzen Meeres mit denen zur Eem-Zeit möglich. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die „toten Zonen“ des Schwarzen Meeres bei einer zukünftigen Klimaerwärmung noch weiter ausbreiten und die produktiven Lebensräume dabei deutlich schrumpfen können.

08.12.2017

Welche Belastungen bringen Megastädte für die Küstenmeere? Spurensuche in China

In der chinesischen Millionenstadt Guangzhou findet derzeit (4. – 8. Dezember 2017) das Kick-off-Treffen für zwei neue deutsch-chinesische Verbundprojekte statt, die das BMBF in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 1,25 Mio. Euro fördert. Ziel der Vorhaben ist, den Fingerabdruck von Megastädten in den Meeresablagerungen von chinesischen Randmeeren zu erkennen. Beide Projekte werden auf deutscher Seite vom IOW koordiniert.

23.11.2017

Neues Buch von IOW-Forscherduo: „Kohlendioxid-Brille“ schärft Blick auf den Zustand der Ostsee

Bernd Schneider und Jens Müller vom IOW sind die Autoren eines kürzlich erschienenen englischen Fachbuches zur Biogeochemie der Ostsee. Das Besondere: Die Meereschemiker stellen ein neues Konzept vor, das anhand von Untersuchungen des marinen CO2-Kreislaufs eine umfassende Analyse biogeochemischer Prozesse erlaubt und damit neue Wege für ein effizientes Monitoring des ökologischen Zustandes von Meeresgebieten eröffnet.

20.11.2017

Mittelholozäner Temperatur-
sprung begünstigte in Nordeuropa Ackerbau und Bevölkerungswachstum

Die internationale Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlichte kürzlich neue Erkenntnisse zum Verlauf der Temperaturen im Ostseeraum während der Übergangszeit vor 6.000 Jahren, in der der Ackerbau in Nordeuropa Einzug hielt. Das Autorenteam aus Geowissenschaftlern, Archäologen, Fischereibiologen und Ökosystem-Modellierern konnte zeigen, dass erst in dieser Zeit ein deutlicher Temperaturanstieg die neue Lebensweise begünstigte.

19.09.2017

Der Salzwasser-Wächter auf der Darßer Schwelle: Rund um die Uhr im Einsatz ...und das seit 25 Jahren

Im September 1992 nahm die automatische Messstation „Darßer Schwelle“ ihren Betrieb auf. Seitdem erhebt sie zuverlässig ozeanographische und meteorologische Daten, die für die Zustandsbewertung der Ostsee von hohem Wert sind. So lieferte sie auch die entscheidenden Hinweise auf den sogenannten „Jahrhundert-Salzwassereinbruch“ von sauerstoffhaltigem Nordseewasser in die Ostsee im Dezember 2014. Die Station ist eine Entwicklung des IOW und wird im Auftrag des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) betrieben.

12.09.2017

20 Jahre „Warnemünder Abende im IOW“: Gut besucht und spannend wie am ersten Tag

Bereits seit zwei Jahrzehnten öffnet das IOW regelmäßig im Sommer seine Türen für interessierte Laien und auch Fachleute und lädt zwischen Juli und September zu den "Warnemünder Abenden" ein. Immer donnerstags kommen sowohl IOW-Wissenschaftler*innen als auch Experten anderer Institutionen zu Wort, um Einblicke in aktuelle Forschung rund um die Ostsee zu geben. Auch 2017 fand die Vortragsreihe großen Anklang und wird 2018 in ihr drittes Jahrzehnt starten.