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Presse-Archiv

07.02.2018

BRIESE-Preis 2017: Wichtigen „Ökosystemleistungen“ von sandigen Meeressedimenten auf der Spur

Der BRIESE-Preis für Meeresforschung 2017 geht an Dr. Soeren Ahmerkamp. Die Jury würdigt damit seine Forschung zum Sauerstofftransport in sandigen Nordseesedimenten und wie dieser die Aktivität der dort lebenden Bakterien beeinflusst. Dazu kombinierte er Laborversuche, Modellrechnungen und Feldmessungen, für die er ein spezielles Meeresbodenobservatorium entwickelte. Er konnte erstmals unter Feldbedingungen zeigen, dass Rippelstrukturen sandiger Meeresböden dazu führen, dass Sauerstoff und Nährstoffe tiefer ins Sediment dringen als bei glatten Böden und so die Mikroorganismen besser versorgen. Sande spielen nicht zuletzt deswegen eine besonders wichtige Rolle als Filter für Nährstoffeinträge.

09.01.2018

Umweltgeschichte aus dem Faulschlamm: Klimawandel lässt „tote Zonen“ im Schwarzen Meer wachsen

Zum ersten Mal ist es GeowissenschaftlerInnen des IOW gelungen, gemeinsam mit KollegInnen der Universitäten Oldenburg und Hannover sowie der Rutgers University (USA) die Ablagerungsbedingungen im Schwarzen Meer während der letzten Warmzeit (Eem) vor rund 128.000 Jahren in hoher zeitlicher Auflösung zu analysieren. Damit wurde ein Vergleich der heutigen sauerstofffreien Bedingungen im Tiefenwasser des Schwarzen Meeres mit denen zur Eem-Zeit möglich. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die „toten Zonen“ des Schwarzen Meeres bei einer zukünftigen Klimaerwärmung noch weiter ausbreiten und die produktiven Lebensräume dabei deutlich schrumpfen können.

08.12.2017

Welche Belastungen bringen Megastädte für die Küstenmeere? Spurensuche in China

In der chinesischen Millionenstadt Guangzhou findet derzeit (4. – 8. Dezember 2017) das Kick-off-Treffen für zwei neue deutsch-chinesische Verbundprojekte statt, die das BMBF in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 1,25 Mio. Euro fördert. Ziel der Vorhaben ist, den Fingerabdruck von Megastädten in den Meeresablagerungen von chinesischen Randmeeren zu erkennen. Beide Projekte werden auf deutscher Seite vom IOW koordiniert.

23.11.2017

Neues Buch von IOW-Forscherduo: „Kohlendioxid-Brille“ schärft Blick auf den Zustand der Ostsee

Bernd Schneider und Jens Müller vom IOW sind die Autoren eines kürzlich erschienenen englischen Fachbuches zur Biogeochemie der Ostsee. Das Besondere: Die Meereschemiker stellen ein neues Konzept vor, das anhand von Untersuchungen des marinen CO2-Kreislaufs eine umfassende Analyse biogeochemischer Prozesse erlaubt und damit neue Wege für ein effizientes Monitoring des ökologischen Zustandes von Meeresgebieten eröffnet.

20.11.2017

Mittelholozäner Temperatur-
sprung begünstigte in Nordeuropa Ackerbau und Bevölkerungswachstum

Die internationale Fachzeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlichte kürzlich neue Erkenntnisse zum Verlauf der Temperaturen im Ostseeraum während der Übergangszeit vor 6.000 Jahren, in der der Ackerbau in Nordeuropa Einzug hielt. Das Autorenteam aus Geowissenschaftlern, Archäologen, Fischereibiologen und Ökosystem-Modellierern konnte zeigen, dass erst in dieser Zeit ein deutlicher Temperaturanstieg die neue Lebensweise begünstigte.

19.09.2017

Der Salzwasser-Wächter auf der Darßer Schwelle: Rund um die Uhr im Einsatz ...und das seit 25 Jahren

Im September 1992 nahm die automatische Messstation „Darßer Schwelle“ ihren Betrieb auf. Seitdem erhebt sie zuverlässig ozeanographische und meteorologische Daten, die für die Zustandsbewertung der Ostsee von hohem Wert sind. So lieferte sie auch die entscheidenden Hinweise auf den sogenannten „Jahrhundert-Salzwassereinbruch“ von sauerstoffhaltigem Nordseewasser in die Ostsee im Dezember 2014. Die Station ist eine Entwicklung des IOW und wird im Auftrag des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) betrieben.

12.09.2017

20 Jahre „Warnemünder Abende im IOW“: Gut besucht und spannend wie am ersten Tag

Bereits seit zwei Jahrzehnten öffnet das IOW regelmäßig im Sommer seine Türen für interessierte Laien und auch Fachleute und lädt zwischen Juli und September zu den "Warnemünder Abenden" ein. Immer donnerstags kommen sowohl IOW-Wissenschaftler*innen als auch Experten anderer Institutionen zu Wort, um Einblicke in aktuelle Forschung rund um die Ostsee zu geben. Auch 2017 fand die Vortragsreihe großen Anklang und wird 2018 in ihr drittes Jahrzehnt starten.

21.08.2017

Ein neuer Indikator für marine Ökosystem-Veränderungen - der Diatomeen/Dinoflagellaten-Index

Warnemünder Meeresbiologe entwickelt mit Hilfe von Langzeitdaten zur Zusammensetzung der Frühjahrsblüte einen Indikator für den Zustand von Nahrungsnetzen in der Ostsee.

09.08.2017

Müll im Meer: Wo kommt nur das ganze Plastik her?

Wo kommt nur das ganze Plastik her? Das neue BMBF-Projekt „MicroCatch_Balt“ untersucht am Beispiel der Warnow, aus welchen Quellen in den Einzugsgebieten der Ostseezuflüsse Plastikpartikel in Richtung Meer transportiert werden.

27.07.2017

Ostsee-Flohkrebse haarklein erklärt – IOW-Forscher schreiben traditionsreiche Enzyklopädie fort

Anja und Michael Zettler sind die Autoren des kürzlich erschienenen 83. Bandes der renommierten Buchreihe „Die Tierwelt Deutschlands“. Die beiden IOW-Forscher haben den jüngsten Band dieses bereits 1925 begründeten Grundlagenwerks den Flohkrebsen der Ostsee gewidmet. Die englischsprachige Monographie umfasst 243 bis ins kleinste Detail charakterisierte Arten sowie Hinweise zu deren Ökologie und Lebensweise. Sie ist damit ein wertvolles Werkzeug für das Monitoring von Zeigerarten dieser Tiergruppe.