Institut für Ostseeforschung Warnemünde
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Joanna J. Waniek - Projekte

Decade

Die Zeitreihen der Kiel276 auf (33oN, 22oW), die sich von 1980 bis in die Gegenwart erstrecken, stellen weltweit einen einzigartigen Datensatz dar. Dieser ermöglicht es im Rahmen des Projektes basierend auf in-situ Beobachtungen Analysen bezüglich der dekadischen und interdekadischen Variabilität von physikalischen und biogeochemischen Parametern durchzuführen und diese in Zusammenhang mit einer möglichen Klimavariabilität zu intepretieren. Das Projekt wird durch die DFG unter WA2175/5-1 finanziert (7/2011-6/2014).

Madeira

Das Hauptuntersuchungsgebiet für dieses Projekt ist die s.g. Kiel276 Station (33oN, 22oW) im Madeira Becken im subtropischen Nordostatlantik. Die Bedeutung der Azoren Front für die Partikelbildung in der euphotischen Zone, die Modifikation und Transport der Partikel in der gesamten Wassersäule (5200 m) standen im Zentrum der Untersuchungen. Das Projekt wurde durch die DFG unter WA2175/1-1 finanziert.

Lithflux

Über die Atmosphäre werden feste Stoffe und Gase, insbesondere Staub aus der Sahara in den subtropischen Atlantik eingetragen, die durch chemiche und biologische Prozesse in verschiedene Formen umgewandelt und transportiert werden. Diese Einträge, Stofftransporte, Übergänge von Stoffen in verschiedene Formen und Sedimentation im Ozean unterliegen starken saisonalen und zwischenjährlichen Schwankungen und werden nach heutiger Kenntnis durch physikalische und biologische Prozessen modifiziert. In diesem Projekt, das sich regional ebenfalls auf die Kiel276 konzentrier werden u.a. die folgenden Apekte untersucht: 1) Welchen zeitlichen und regionalen Schwankungen unterliegen die aeolischen Einträge? 2) Welche zeitlichen Variationen treten im Bezug auf den Ursprungsort der lithogenen Partikel auf? 3) Welcher Bedeutung für die ozeanische Primärproduktion des subtropischen Atlantiks haben die lithogenen Flüsse und der daraus resultierende  Eisen-Eintrag? Das Projekt ist durch die DFG unter WA2175/2-1 finanziert.

 Asymmetrie

 Zwei ozeanische Langzeitstationen im subtropen Wirbel des Nordatlantiks wurden aufgrund ihrer hydrographischen und biologischen Besonderheiten, insbesondere der Ost-West Asymetrie in ihren Eigenschaften, als Untersuchungsgebiete für dieses Projekt ausgewählt. Die Arbeiten konzentrieren sich regional auf die Stationen Kiel276 im Madeira Becken im subtropischen Nordostatlantik und die Bermuda Atlantic Time-series Study (BATS) Station im westlichen subpropischen Nordatlantik konzentrieren.  Im Rahmen des Projektes soll untersucht werden: 1) Wie repräsentativ sind die Stationen BATS und Kiel276 für die ozeanischen Provinzen? Über welche hydrographische und biogeochemische Merkmale erstreckt sich die Ost-West Asymmetrie? Welche Prozesse sind für die Unterschiede zwischen beiden Provinzen (Kiel276 NAST-E & BATS NAST-W) verantwortlich? 2) Wie sind die Unterschiede im Partikelfluss (Jahresgang, Stärke der Sedimentationsereignisse, Zusammensetzung) zwischen beiden Stationen zu erklären? 3) Gibt es Unterschiede in der Zusammensetzung des Partikelflusses zwischen NAST-E (Kiel276) und NAST-W (BATS)? Welchen Urspung haben die Partikel der lithogenen Fraktion auf BATS? Das Projekt ist durch die DFG unter WA2175/3-1 finanziert.

BaTRE

Die Messung ozeanischer diapyknischer Vermischung und des lateralen Austausches im Inneren der Ozeane, den Randmeeren und in Bodengrenzschichten erfolgt oftmals mit Hilfe künstlich ausgebrachter langlebiger Spurenstoffe, den so genannten Tracern.  Im Rahmen von Baltic Tracer Release Experiment wurde erstmals im östlichen Gotland Becken im Sommer 2007 ein solcher Tracer eingesetzt und seine Ausbreitung über die folgenden 6-18 Monate verfolgt. Damit wurde zum erstem mal möglich den integralen Effekt der Vermischung in der Ostsee mit direkten Messungen der Turbulenz und Strömungen zu vergleichen. In dem chemischen Teilprojekt von BaTRE gehts es darum die Partikelaffinität des genutzten Tracers zu untersuchen.