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MARNET-Station Arkona See

Suboxische und anoxische Bereiche im Tiefenwasser der Ostsee

In Folge des begrenzten Wasseraustausches mit der Nordsee und der permanenten halinen Schichtung kommt es im Tiefenwasser der zentralen Ostsee regelmäßig zu Stagnationsperioden.

Stagnationsperioden sind durch Nitratverarmung sowie durch zunehmende Ammonium- und Phosphatkonzentrationen im Tiefenwasser charakterisiert. Salzgehalt und Sauerstoffkonzentrationen sind rückläufig und es kann zur Bildung erheblicher Mengen an Schwefelwasserstoff kommen. Eine Erneuerung des Tiefenwassers kann nur durch Salzwassereinbrüche erfolgen, die salz- und sauerstoffreiches Wasser in die Tiefenbecken transportieren.

Bis Mitte der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts erfolgten diese Salzwassereinbrüche relativ regelmäßig. Seitdem ist ihre Häufigkeit und Intensität zurück gegangen. Nur wenige Ereignisse wurden seitdem registriert. Die bisher längste beobachtete Stagnationsperiode dauerte von Anfang 1983 bis Ende 1992. Sie wurde durch den sehr starken Salzwassereinbruch im Januar 1993 und weitere Einströme im Winter 1993/1994 beendet.

Erstmals seit 1977 wies das Tiefenwasser der gesamten Ostsee wieder oxische Bedingungen auf, wobei im Gotlandtief die höchsten Sauerstoffkonzentrationen seit den 1930er Jahren gemessen wurden. Wie aus den nachstehenden Abbildungen ersichtlich, begann im Jahre 1995 eine neue Stagnationsperiode, die bis zum Salzwassereinbruch 2003 andauerte.

Ein moderater Einstrom 2011 konnte nur das Bornholmbecken und das Danziger Becken belüften. Das östliche Gotlandbecken stagnierte weiter. Erst im Jahr 2014 konnte wieder Sauerstoff im Tiefenwasser der Zentralstation 271 in diesem Becken nachgewiesen werden. Einer der stärksten bisher registrierten Salzwassereinbrüche fand im Dezember 2014 statt, dessen Auswirkungen bis in die zentrale Ostsee im Jahr 2015 zu erwarten sind.

Die Graphiken zeigen die jährliche maximale Ausdehnung der Gebiete mit Sauerstoffmangel (< 2 ml/l) und Schwefelwasserstoff in der grundnahen Wasserschicht der Ostsee sowie maximale Sauerstoff- und Schwefelwasserstoffkonzentrationen (Histogramme) an ausgewählten Stationen in den zurückliegenden Jahren.

Zusätzlich werden die Verteilungsbilder einzelner Überwachungsfahrten (Februar, März/April, Mai, Juli/August, Oktober/November) seit 1969 dargestellt.

Die vollständige Dokumentation:

2020 - 2029

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2020 EMB230        

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1969

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1969 * 40/69/02 40/69/04 40/69/06 40/69/07

* Keine H2S-Karte verfügbar wegen fehlender Daten aus der zentralen Ostsee

Dr. Michael Naumann & Dr. Günther Nausch