IOW Logo

Arbeitsgruppe Aquatische Nahrungsnetze

Wir untersuchen Konsumenten gesteuerte Stoffflüsse und chemische Netzwerke im planktischen Nahrungsgefüge insbesondere in global zunehmenden, nährstoffarmen Ökosystemen.  Zielsubstanzen sind essentielle Elemente und Moleküle der Primär- und Sekundärproduktion, wie Kohlenstoff, Stickstoff und Aminosäuren, sowie assoziierte Abbauprodukte des Zooplanktons, z.B. DOM (in Kooperation mit Prof. Dr. Thorsten Dittmar, ICBM Oldenburg) und Methan (in Kooperation mit Dr. Oliver Schmale, Arbeitsgruppe Spurengase).

Ein weiterer Fokus der Arbeitsgruppe ist die Entwicklung und Anwendung neuer, interdisziplinärer Ansätze mittels GC-C-IRMS, GC-MS, NanoSIMS, und FT-ICRMS Analytik, um ein mechanistisches Verständnis für Konsumenten gesteuerte Stoffflüsse zu erarbeiten.

Projekte

  • Collaborative Research: Impact of the Amazon River Plume on nitrogen availability and planktonic food web dynamics in the Western Tropical North Atlantic, NSF (01.05.2018-31.02.2020). Position: Co-PI
  • ZET Change - Zooplankton energy turnover in a changing environment
  • ZooM - Zooplankton assoziierte Methanproduktion

Mitarbeiter

Dr. Natalie Loick-Wilde

Elvita Eglite, PhD

Melvin Bach, Masterstudent

Igor Urruzola Fernandez, PostDoc

Forschungsthemen

Zooplankton und Stickstofffixierer

Der schnelle Einbau von Stickstoff aus der Stickstofffixierung (diazotropher Stickstoff) wird hinsichtlich global zunehmender Blaualgenbeständen im Zuge des Klimawandels eine entscheidende Rolle für den Erfolg einzelner Phytoplankton- und Zooplanktongruppen spielen. Die eindeutige Identifizierung und Quantifizierung diazotrophen Stickstoffs im Aminostickstoff des Zooplanktons erreicht man mittels GC-C-IRMS Analytik, die jüngst in unserer Arbeitsgruppe etabliert wurde.

Zooplankton Exudate

Es verdichten sich die Hinweise darauf, dass Mesozooplankton Organismen ihr Fressverhalten an Änderungen in der Nahrungsdichte und -qualität anpassen müssen, um ein konstantes Stickstoffnettowachstum und konstante C:N Verhältnisse in ihrem Gewebe aufrechtzuerhalten (Loick-Wilde et al. 2015). Welche Auswirkung auf die Ausscheidung von Exudaten ergibt sich aus biochemischen Ungleichgewichten zwischen Nahrung und Konsument, z.B. wenn stark Zellulose-haltige Dinoflagellaten von Copepoden gefressen werden?

Entwicklung neuer Isotopen-Indikatoren

Kinetische Isotopenfraktionierung in biologischen Proben wird hauptsächlich durch Enzymaktivitäten hervorgerufen. Wie lässt sich die Identifizierung von Aminosäure-spezifischen Fraktionierungsfaktoren, die sich aus dem schnellen Umsatz der Aminosäurepools des Zooplanktons ergeben nutzen, um physiologische und biochemische Faktoren für die Regulierung der Sekundärproduktion im Feld ohne experimentelle Manipulation zu identifizieren?