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Dynamik regionaler Klimasysteme

Laut des Weltklimarats (IPCC) wird sich in Zukunft vor allem regionales Klima ändern. Globale Klimamodelle, mit einer Auflösung von 100 x 100 km² pro Gitterpunkt, können diese regionalen Effekte nicht darstellen, da der Gitterabstand zu grob ist. Durch den Einsatz von hoch aufgelösten regionalen Klimamodellen können diese regionalen Muster erfasst und die Änderungen in Wind, Temperatur oder Salzgehalt im Ozean besser dargestellt werden.

Neben den physikalischen Größen können regionale Klimamodelle auch den Einfluss auf das regionale Ökosystem durch natürliche Schwankungen im Klimasystem und anthropogene Eingriffe, wie Siedlung, Landwirtschaft, Industrie und offshore Aktivitäten berechnen. Der Fokus liegt dabei auf der Quantifizierung von Veränderungen im Ökosystem und deren Zuordnung zu den Ursachen. Mit diesem Wissen werden beispielsweise Prognosen über künftige Veränderungen im Sauerstoffgehalt des Ozeans möglich.

Die Arbeitsgruppe “Dynamik regionaler Klimasysteme” setzt solche regionalen Klimamodelle ein, um die Veränderungen in der Ostseeregion zu erforschen.

Hauptforschungsthemen sind dabei z.B:

  • Wie haben Veränderungen des Klimas in der Vergangenheit das Ökosystem der Ostsee beeinflusst?
  • Konsequenzen des Klimawandels und menschlicher Aktivität für die Ostsee
  • Entwicklung eines besseren Verständnises der Wechselwirkungen von Atmosphäre und Ozean
  • Analyse des Einflusses von Klimaschwankungen über einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren zu analysieren
  • Entwicklung eines eigenen gekoppelten Modells (IOW - Regional Climate System Model)
  • Weiterentwicklung des biogeochemischen Modells ERGOM (www.ergom.net)