Institut für Ostseeforschung Warnemünde
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Aktuelle Projekte

DFG - Graduiertenkolleg Baltic TRANSCOAST

MeN-ARP : Metabolismus des Stickstoffs in der Amazonasfahne und dem westlichen, tropischen Nordatlantik (MeNARP)

NOTION: Stickstoff-Fixierer strukturieren die Phytoplankton-Biodiversität im Ozean unter dem Klimawandel

N-Amazon Forschungsfahrt METEOR M174 (GPF 19-1-13)

Abgeschlossene Projekte

DFG - Graduiertenkolleg „Die deutsche Ostseeküste als terrestrisch-marine Schnittstelle für Wasser- und Stoffflüsse (Baltic TRANSCOAST)“

Die Universität Rostock und das Leibniz Institut für Ostseeforschung Warnemünde haben gemeinsam ein Großprojekt bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erfolgreich eingeworben. Das Graduiertenkolleg Baltic TRANSCOAST bietet bis zu drei Generationen von jeweils 12 Doktorandinnen und Doktoranden die Chance, gemeinsam die Wechselwirkungen zwischen Land und Meer an der Deutschen Ostseeküste zu erforschen.

Mecklenburg-Vorpommern hat 1712 km innere und äußere Küstenlinie, die Küstenforschung nimmt damit natürlicherweise eine zentrale Position in der Forschungslandschaft des Bundeslandes ein. Die Küsten sind Hauptsiedlungsraum, Wirtschaftszone und für die Tourismusbranche des Landes von entscheidender Bedeutung. In Baltic TRANSCOAST werden in eng miteinander verzahnten Forschungsthemen die Wasser- und Stoffflüsse in tiefliegenden, strandnahen Küstenmooren und im angrenzenden Flachwasser der Ostsee sowie deren Auswirkungen auf die Lebewesen untersucht. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Wechselwirkungen zwischen landseitigen und meerseitigen Prozessen.

Kontakt: Dr. Maren Voß

MeN-ARP : Metabolismus des Stickstoffs in der Amazonasfahne und dem westlichen, tropischen Nordatlantik (MeNARP)

Ästuare kontrollieren den Export von Flusseinträgen und sind verantworlich für Veränderungen der Nähsrstoffrachten. Da der Amazonas der größte Fluss der Erde ist und ein Fünftel der Süswasserzufuhr in den Nordatlantik bringt, ist er besonders relevant für die Strukturierung pelagischer Systeme entlang einer Flussfahne. Im N-Amazon Projekt werden Prozesse, die verschiedene allochthoner N-Verbindungen umwandeln untersucht und quantifiziert, sowie ihre Bedeutung für die Struktur und Funktion des planktischen Nahrungsgefüges analysiert. Zuerst werdendie biogeochemischen in-situ Bedingungen charakterisiert inklusive der Nahrungsnetze in den  Habitaten der Amazonasfahne. Basierend auf den Erkentnissen experimenteller Arbeiten während der Ausfahrt wird das Verständnis für die komplexen Zusammenhänge verbessert z.B. der mikrobiellen Umsätze oder die Regulation der Nahrungsnetzstruktur des Planktons. Das Ziel der Arbeiten ist eine Abschätzungen von Kohlenstoffbindung und N-Export zu verbessern. Zum Erreichen dieses Ziels werden die empirischen Projekt-Daten in enger Zusammenarbeit mit Projektpartnern in implementierbare Zustandsgrößen für bereits laufende biogeochemische Modelle übersetzt.

Kontakt: Dr. Maren Voß

N-Amazon: Forschungsfahrt METEOR M174 (GPF 19-1-13)

Der Amazonas ist der größte Fluss der Erde und liefert 20% der globalen Süßwasser Zufuhr bei großen jahreszeitlichen Schwankungen im Ausstrom und Nährstofffrachten. Diese beeinflussen die Produktivität entlang der sich nach Norden ausbreitenden Flussfahne wobei eine Abfolge von Phyto- und Zooplankton Gemeinschaften entsteht. Organismen höherer trophischer Ebenen müssen ihre Ernährungsweise an die verfügbare Nahrung anpassen.
Zunächst wird die physikalisch ozeangrafische Situation zur Einmischung des Flusswassers erfasst. Biochemische Variable werden gemessen und durch experimentelle Studien zur Produktivität verschiedener Planktongemeinschaften ergänzt sowie der Transfer von Nahrung ins Nahrungsnetz erfasst. Die Planktonökologie wird von brasilianischen Kollegen untersucht. Daten stabiler Isotope werden genutzt um Prozesse und Quellen/Senken von der Mündung bis über den Schelf hinaus zu erfassen. Wissenschaftler aus Brasilien, Deutschland und den USA arbeiten auf der Reise eng zusammen, um ein vertieftes Systemverständnis zu erarbeiten.

Kontakt: Dr. Maren Voß

NOTION: Stickstoff-Fixierer strukturieren die Phytoplankton-Biodiversität im Ozean unter dem Klimawandel

NOTION youtube video
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Das Ziel von NOTION ist es, zu bestimmen, wie der Klimawandel die Aktivität der diazotrophen Organismen beeinflussen wird und wie sie sich auf die Phytoplanktondiversität und die Produktivität im zukünftigen Ozean auswirken werden. Zu diesem Zweck werden wir globale Ozeanmodelle mit neuen Datensätzen und Parametrisierungen, die aus speziellen Experimenten stammen, verbessern. Außerdem wird NOTION genetische Daten in biogeochemische Modelle integrieren, um eine wichtige aktuelle Wissenslücke zu schließen: die Überbrückung der phylogenetischen und funktionellen Vielfalt. Diese neuen Erkenntnisse werden für die wissenschaftliche Gemeinschaft von großem Nutzen sein und als Vorbild für zukünftige Studien dienen, die sich auf andere planktonische Gruppen konzentrieren.

Kontakt: Dr. Maren Voß