Institut für Ostseeforschung Warnemünde
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Aktuelle Projekte

DFG - Graduiertenkolleg Baltic TRANSCOAST

NanoSIMS - Untersuchung von mikrobiell katalysierten Stoffflüssen im Ökosystem Ostsee mit Hilfe derNanoSIMS Technologie

Abgeschlossene Projekte

DFG - Graduiertenkolleg „Die deutsche Ostseeküste als terrestrisch-marine Schnittstelle für Wasser- und Stoffflüsse (Baltic TRANSCOAST)“

Die Universität Rostock und das Leibniz Institut für Ostseeforschung Warnemünde haben gemeinsam ein Großprojekt bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erfolgreich eingeworben. Das Graduiertenkolleg Baltic TRANSCOAST bietet bis zu drei Generationen von jeweils 12 Doktorandinnen und Doktoranden die Chance, gemeinsam die Wechselwirkungen zwischen Land und Meer an der Deutschen Ostseeküste zu erforschen.

Mecklenburg-Vorpommern hat 1712 km innere und äußere Küstenlinie, die Küstenforschung nimmt damit natürlicherweise eine zentrale Position in der Forschungslandschaft des Bundeslandes ein. Die Küsten sind Hauptsiedlungsraum, Wirtschaftszone und für die Tourismusbranche des Landes von entscheidender Bedeutung. In Baltic TRANSCOAST werden in eng miteinander verzahnten Forschungsthemen die Wasser- und Stoffflüsse in tiefliegenden, strandnahen Küstenmooren und im angrenzenden Flachwasser der Ostsee sowie deren Auswirkungen auf die Lebewesen untersucht. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Wechselwirkungen zwischen landseitigen und meerseitigen Prozessen.

Kontakt: Dr. Maren Voß

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COCOA BLOG

Dana Hellemann
Dana Hellemann (PhD student Uni Helsinki)

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit im COCOA-Projekt

Untersuchung von mikrobiell katalysierten Stoffflüssen im Ökosystem Ostsee mit Hilfe der NanoSIMS Technologie

NanoSIMS-Labor am Leibniz-Institut für Ostseeforschung inWarnemünde
NanoSIMS-Labor am Leibniz-Institut für Ostseeforschung inWarnemünde

Seit Ende 2011 steht am Leibniz-Institut für Ostseeforschung mit dem NanoSIMS ein Hochleistungsmessgerät zur Verfügung, das aus Projektgeldern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert wurde. Das Projekt, in dessen Rahmen dieses Gerät angeschafft wurde, ist in Kooperation mit der Universität Rostock beantragt worden. NanoSIMS ist die Abkürzung für Sekundärionenmassenspektrometer (SIMS) mit einer sehr geringen räumlichen Auflösung (Nano). Mit diesem Gerät können bis zu sieben Isotope bzw. Elemente gleichzeitig z.B. im subzellulären Bereich oder in mineralischen Partikeln erfasst und quantifiziert werden. Somit können Elementzusammensetzungen solcher Materialien mit einer Auflösung von bis zu 50 Nanometern analysiert werden. Beispiel einer NanoSIMS-Bildaufnahme. Signale der 12C-Ionen, die ein Cyanobakterium auf einem Filter zeigen

Ein stark genutztes Anwendungsgebiet ist die mikrobielle Einzelzellanalyse, insbesondere die Analyse der Zusammensetzung nach Markierungsexperimenten mit stabilen Isotopen. Sobald Mikroorganismen isotopenmarkierte Substrate aufnehmen, kann mittels anschließender Messung im NanoSIMS ihr zellspezifischer Stoffwechsel quantifiziert werden. Mit entsprechenden Experimenten ist es möglich  z.B. C-, N- und S-spezifische Stoffwechselraten den unterschiedlichen Mikroorganismen natürlicher Gemeinschaften zuzuordnen. Von solchen zellgenauen Bestimmungen kann auf größere Räume extrapoliert werden, um Aussagen über die Gesamtumsätze an z.B. der Redoxkline zu machen und darüber hinaus Ökosystemmodelle u.a. für die Ostsee zu verbessern.

Kontakt: Dr. Maren Voß, Dr. Angela Vogts